Nordsee

Nordsee Leuchtturm Westerhever
Nordsee Leuchtturm Westerhever
Quelle: Hans Peter Dehn / pixelio.de

Urlaub an der Nordsee, ist zu jeder Jahreszeit eine Herausforderung. Die Vielfalt der Inseln und die endlosen Strände, zeigen ein friedliches Paradies mit weiten Flächen, von schimmerndem silbernem Sandstrand. Spektakuläre Szenerien, die nirgendwo anders zu finden sind. Sehr bekannt sind die vielen Leuchttürme entlang der Küste und die unendlich weite Ebenen.

Sehenswerte Städte und Ortschaften

Bremerhaven

Bremerhaven ist mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten die einzige Großstadt, die direkt an der Nordsee liegt. Die Handelsmetropole mit ihrem großen Fischmarkt und der dreischiffigen Basilika, laden die Urlauber zu einer Entdeckungsreise ein. Die Nordsee direkt vor der Haustür, ist ein faszinierendes Erscheinungsbild und lässt den Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Brunsbüttel

Die Schleusenstadt liegt an der Kreuzung zwischen Nord Ostsee Kanal und Elbe. Das Land ist bis zum Horizont platt, das schon ein kleines Dorf im weiten Grün einer Sensation gleich kommt. Jährlich passieren circa 50.000 Schiffe die meist befahrene Wasserstraße der Welt. Auf der weiten Ebene gibt es schöne Rad- und Wanderwege sowie ein Nordic-Walking-Park.

Husum

Nordsee: Fischkutterfahrt
Nordsee: Fischkutterfahrt     Quelle: Klaus Steves / pixelio.de

Die Hafenstadt Husum ist ein richtiges Paradies und hat gleich sechs Museen zu bieten. Informationen von Ebbe und Flut oder über den Schiffsbau ist hier so einiges in Erfahrung zu bringen. Ein Highlight ist das Zuckerschiff, das 1996 in der Husumer Bucht gefunden und in einer Zuckerlösung konserviert wurde.

Schilling an der Nordsee

Für den Urlaub mit dem Wohnmobil, ist Schilling mit seinen großen Campingplätzen sehr bekannt. Direkt am Wattenmeer ist immer was los. Auf diesen Anlagen gibt es speziell für Hundefreunde einen dafür extra angelegten Bereich. Mit einer schönen Kinderlandschaft, Spielhäuser und natürlich dem Watt steht die Langeweile ganz hinten an.

Eiderstedt

Die Halbinsel Eiderstedt ragt etwa 30 Kilometer weit in die Nordsee hinein und ist 15 Kilometer breit. Das Markenzeichen der Insel sind bis zu 18 Gotteshäuser und die wundervollen Häuser mit ihren speziellen Dächern. Nicht nur für Gläubiger lohnt es sich, die zum Teil schlichten Kirchen zu besichtigen.

Sehenswürdigkeiten

Nordsee: Windmühle in Rhaude (Ostfriesland)
Nordsee: Windmühle in Rhaude (Ostfriesland)
Quelle: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Der Pilsumer Leuchtturm

Ein Wahrzeichen von Ostfriesland ist dieser gelb-rote Leuchtturm aus dem Jahre 1891. Dem Leuchtturm wurde regelrecht die Arbeit weggenommen, indem das Fahrwasser verlegt wurde. Nun steht er da mitten in der Landschaft und wurde weltbekannt, als Drehort der berühmten Ottofilme, der gleichzeitig auch das zu Hause von Otto und Benno war.

Das Wattenmeer

Das Wattenmeer ist faszinierender als so mancher Filmstrand. Wenn die Ebbe eintritt, weicht das Meer mehrere Kilometer von den Stränden zurück und offenbart fast unwahrscheinliches. Das Meer ist ein Schauplatz für Dichter, Maler und Entdecker. Vor allem Kinder haben riesen Spaß, so richtig im Matsch zu wühlen und nach kleinen Tierchen zu suchen, die sich in dem Schlick verstecken.

Seehund
Seehund     Quelle: Campione / pixelio.de

Langeoog

Diese Insel ist ein Ort der langen Wege, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können. Schön ist es, das es auf der Insel keine Autos gibt. Eine Kutschfahrt ins Blaue, verspricht viele Schönheiten und Sehenswertes. Ein besonderer Friedhof mit einem glitzernden muschelbestreuten Weg, in dem auch Lale Andersen, die mit dem Lied Lili Marlen bekannt wurde, ihre Ruhe gefunden hat.

Die Orgel der Rysumer Kirche

Im 15. Jahrhundert erwarb die Kirchengemeinde mit einem Kuhhandel, der sich wahrhaftig gelohnt hat, dieses himmlische Instrument. Die älteste Orgel Deutschlands, die noch immer voll funktionsfähig ist, befindet sich in der Rysumer Kirche. Das Gehäuse besitzt noch die originalen Pfeifen aus Blei, die einen dunklen Ton erzeugen.

Sylt

Ganz ohne Text kommt ein beliebter Autoaufkleber aus: Die Umrisse sind Erkennungszeichen genug. Das einprägsame Profil steht für eine Landmasse von 99 km², den heutigen Rest jener Insel, die nach den großen Fluten von 1362 und 1634 übrig blieb. Küstenschutz tut Not; Sandvorspülungen sollen weitere Landverluste in Grenzen halten. Vor der Eröffnung des Hindenburgdamms (1923-27) wurden die Sylt-Besucher in Munkmarsch angelandet. Das benachbarte Keitum gilt als schönster Inselort, hier lohnen zwei friesische Museen und die Kirche St. Severin (13. Jh.) einen Besuch. Sylts Hauptstadt Westerland wurde 1436 gegründet, nachdem das Dorf Eidum einer Flut zum Opfer gefallen war. Wem das Nordseeheilbad (seit 1855) zu urban ist und der Jet-set-Treff Kampen zu exaltiert und für die Kreditkarte zu strapaziös: Stillere Plätze findet man im Listland mit seinen Wanderdünen, in den Heidegebieten von Braderup und Morsum sowie an der Hörnum

Umfangreiche Informationen zur Insel Sylt sind hier zu finden: www.strandurlaub-sylt.de.

Schlosspark Husum

Das einzige Schloss an der Westküste ist ein ganz besonderer Höhepunkt. Es heißt, dass früher Mönche in dem damaligen Kloster Krokusse gezogen haben, um daraus Safran zu gewinnen. Der heutige Schlossgarten verbirgt vier Millionen Krokusse, die anfangs April einen riesigen Blumenteppich zaubern. Eine Faszination, die einfach nur das Schöne verkörpert.

Piratenmuseum in Wilhelmshaven

Auf spielerische Art diese sensationelle Ausstellung zu entdecken und hinterlassene Geschichten zu erleben, macht viel Spaß. Eine Reise in die Piratenwelt und die Schrecken der sieben Weltmeere zu entdecken steht hier an erster Stelle. Nicht nur interessant für die Kleinen – nein auch die Erwachsenen fallen zurück in ihre Kindheit bei dieser phantasievollen Reise.

Die Blaudruckerei in Jever

Ein kunstvolles Handwerk und alte Tradition der Ostfriesen kann man hier erleben. Mit geheimen Rezepturen, werden die schönsten Drucke mit klebriger Masse auf Tücher gedruckt und sogfältig in Handarbeit Stück für Stück bearbeitet. Danach werden die Stoffe blau gefärbt und die Muster erscheinen in Weiß auf den wundervollen Tüchern.

Die Blütenroute des Nordens

Die Blütenroute ist eine faszinierende Reise, die sich wie ein unendliches Blumenband hinzieht. In vielen Parks und Gärten erleben Sie besondere blühende Attraktionen. Blumige Sehenswürdigkeiten in Mustergärten wie Fuchsien und Rosen, schmücken diese Anlagen und schaffen einen friedlichen Ort zum verweilen und staunen. Mit Führungen kann diese Naturschönheit auf verschiedenen Etappen besichtigt werden.

Das Moormuseum in Moordorf

Es wird auch das Museum der Armut genannt, in dem die schwierige Entwicklungsgeschichte ostfriesischen Moorkolonien dargestellt wird. Die Geschichte aus dem 18. Jahrhundert zeigt, wie die ersten Siedler sich in dem Hochmoor niederließen und dies Besiedelten. Da diese Gegend eine Moorlandschaft ist, war es besonders schwer, Entwässerungsanlagen zu bauen. Die Geschichte von Moordorf ist außergewöhnlich interessant und faszinierend zu gleich.

Jaderpark

Der Jaderpark ist ein Freizeit,- Tier- und Spielpark zugleich. Im Tierpark befinden sich Löwenbabys, Alpakas, Affen, Kängurus, Geparden und noch viele andere Tierarten, die zum Teil gestreichelt und gefüttert werden können. Alternativ dazu, erwarten die Kinder in einer Spielscheune ein richtiges Klettererlebnis. Auf einer Fläche von 1800 Quadratmetern, können sich die Kinder beim Klettern so richtig austoben.

Sportliche Aktivitäten

Nordsee
Nordsee     Quelle: Klaus Steves / pixelio.de

Strand Sport

An der Nordsee in den frühen Morgenstunden zu Joggen, oder einfach spazieren gehen ist besonders erholsam. Die frische Nordseeluft bringt Körper und Seele wieder in Einklang. Eine ganze Reihe von Sportmöglichkeiten, wie Federfall, Beach-Volleyball oder Boccia sind am Strand sehr beliebt.

Wander im Nordsee Fitness Park

Auf ein Gelände durch Wälder, über Dünen bis zum Strand, führt der Parcour durch drei Klimazonen. Auf einer Länge von 16 Kilometern können verschiedene Strecken, mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgesucht werden, die an landschaftlich schönen Plätzen vorbeiführt.

Reiten an der Nordsee

Ein einzigartiges Erlebnis ist das Reiten an der Nordsee. Einen Ausritt entlang am Strand genießen nicht nur die Pferde, wenn es im Galopp entlang an der Küste geht. Eine Herausforderung ist das Wattreiten, ein Ausflug in die unendliche Weite des Wattenmeeres.

Radsport

Landschaftlich reizvolle Strecken entlang der Nordseeküste, vermitteln ein Gefühl eins mit der Natur zu sein. Unvergessliche Landschaften, die bis in das Herz der Ostsee führen, präsentieren einzigartige Sehenswürdigkeiten.

Angeln

Beim Angeln die frische Seeluft genießen und sich gleichzeitig gesundheitlich in Bestform zu bringen. Das außergewöhnliche Klima ist besonders für die Atemwege sehr gut, da kann man so richtig durchatmen.

Interessante Städte und Ortschaften

Ahrensburg

Streng genommen ist das bedeutendste Bauwerk der Stadt kein Schloss, sondern ein Herrenhaus, denn seine Bauherren aus der Familie von Rantzau waren „nur" von niederem Adel. Als Vorbild des 1595 errichteten Renaissancehaus diente Schloss Glücksburg. Ebenfalls aus dem späten 16. Jh. stammt die benachbarte Schlosskirche. Heute beherbergt das Ahrenshurger Schloss ein Museum über die Adelskultur Schleswig-Holsteins.

Amrun

Besser als Sylt ist „Oömram", wie die Einheimischen ihre 20km² große Insel auf Friesisch nennen, gegen die Attacken der Nordsee gewappnet: Der Kniepsand lässt die Brecher auflaufen. Im Sommer ist diese mit der Insel verbundene Sandbank ein einziger großer Badestrand. Auf der Dünenkette steht der mit einer Höhe von 63 m höchste Leuchtturm der deutschen Nordseeküste. Im Hauptort Nebel lohnt die Clemenskirche (um 1200) einen Besuch. Die Grabsteine des Friedhofs erzählen vom Leben und Sterben der seefahrenden Insulaner.

Büsum

Das heutige Nordseeheilbad lag einst auf einer Insel. die von 1585 an mit dem Festland verbunden wurde. Die Kirche St. Clemens (15. Jh.) ersetzte einen 1434 von den Hamburgern zerstörten Vorgängerbau. Die ersten Badekarren am Strand gab es 1818. der Leuchtturm. Büsums Wahrzeichen, entstand 1913. Der Ort besitzt einen „Grünstrand". 100000 m² Sandstrand und ein Aquarium mit Seehund-Aufzuchtstation.

Elmshorn

Knapp 5000 Einwohner zählte der Ort, als er 1870 zur Stadt erhoben wurde. Heute hat sich diese Zahl fast verzehnfacht, und Elmshorn ist zu einem der wichtigsten Industriezentren des Landes geworden. Hier gibt es mehr als 2500 Gewerbebetriebe: die bekanntesten Produkte: Haferflocken. Wurstwaren und Bodenbeläge. Zu den wichtigen Bauten in der auch als Reiterzentrum bekannten Stadt gehören die Nikolaikirche (14. Jh.) und das Möhringsche Haus (18. Jh.).

Föhr

Seinen üppigen Marschweiden verdankt das 82 km² große Eiland den Beinamen „grüne Insel". Ein Radwegenetz verbindet die Hauptstadt Wyk mit den 11 Inseldörfern. Besonders lohnende Ziele sind die Kirchen St. Nikolai (13. Jh.) in Wyk-Boldixum, St. Laurentü (12. Jh.) in Süderende und der „Friesendom" St. Johannis (12/13. Jh.) in Nieblum. Die Südwestküste säumt ein 15 km langer Sandstrand.

Friedrichstadt

Wer das Städtchen zwischen Treene und Eider besucht, entdeckt holländische Fassaden, Grachten und, mit etwas Glück, holzbeschuhte Fremdenführer. Gründung und Namen verdankt der Ort Herzog Friedrich III. von Schleswig Gottorf, der im Jahr 1621 Remonstranten, holländische Glaubensflüchtlinge, hier ansiedeln ließ. Handelsmetropole, wie vom Fürst erhofft, wurde Friedrichstadt nie, dafür ein architektonisches Schmuckstück mit zahlreichen Bauten im Stil der holländischen Renaissance. Schönste Beispiele: Doppelgiebelhaus (1624), Alte Münze (1626) und Paludanushaus (1637). 1852-54 entstand die neue Kirche der Remonstranten, die noch eine aktive Gemeinde bilden.

Glückstadt

„Dat schall glücken ......“ soll der dänische König Christian IV. gesagt haben, als er den Ort im Jahr 1617 gründete. Trotz aller Glückwünsche gelang es der Festungs- und Hafenstadt bekanntlich nicht, wie erhofft, dem Elbnachbarn Hamburg den Rang abzulaufen. Im heutigen Straßenbild ist die frühbarocke Stadtanlage noch gut zu erkennen: Zwölf Straßen laufen sternförmig auf den zentralen Marktplatz zu. Dem Rathaus (1642) gegenüber steht die Stadtkirche. Das 1619 geweihte Gotteshaus war der erste Kirchenneubau in Holstein nach der Reformation. Vor dem Portal zeigt eine Büste (1643) den Stadtgründer.

Heide

Die Streitfrage, ob Deutschlands größter Marktplatz in Freudenstadt oder in Heide liegt, wurde auf elegante Art geklärt: Heide besitzt den mit 4,7 ha größten unbebauten Marktplatz des Landes mit schönen Bürgerhäusern aus dem 19. Jh. Seine Geschichte reicht bis ins 15. Jh. als die Regenten der Bauernrepublik Dithmarschen hier zusammentrafen. Auf dem St.Georg-Brunnen (1989) ist eine solche Versammlung abgebildet. In seiner niederdeutschen Namensform ist der Drachentöter Patron der Kirche St. Jürgen (16./17. Jh.). Wenige Schritte trennen das Stammhaus der Musikerfamilie Brahms vom Geburtshaus des niederdeutschen Dichters Klaus Groth (1819-99), das jetzt Museum ist.

Helgoland

Im Tagesdurchschnitt bevölkern etwa 2000 Besucher die Insel. Sicheres Zeichen für das bevorstehende Ende des Landgangs sind pralle Einkaufstaschen; Zoll- und Mehrwertsteuerfreiheit ermuntern zur Schnäppchenjagd. Im Lauf der Jahrhunderte schrumpfte die Insel durch die Kraft des Meeres um ein Vielfaches und wechselte mehrmals die Besitzer: Sie war holsteinisch, dänisch und von 1807 an englisch. 1890 kam sie im Tausch gegen ostafrikanische Kolonialgebiete zum Deutschen Reich. Nach 1945 war Helgoland Übungsziel englischer Bomber. Die Rückgabe an Deutschland erfolgte 1952. Seitdem gehört die Doppelinsel zum Landkreis Pinneberg. Das Seebad Helgoland wurde 1826 gegründet. Hoffmann von Fallersleben schrieb hier 1841 (im englischen Exil) das „Lied der Deutschen".

Husum

Für Theodor Storm war Husum die „graue Stadt am Meer". Obwohl er damit seinem Geburtsort nicht gerade einen Werbeslogan hinterließ, ist der Dichter das wichtigste Aushängeschild der Kreisstadt. Besuchern begegnen Storm auf Schritt und Tritt: Am Markt Nr. 9 wurde er 1817 geboren, sein Wohnhaus an der Wasserreihe (Nr. 31) beherbergt das Storm- Archiv, und auf dem St-Jürgen-Friedhof liegt er begraben. Wahrzeichen der Stadt aber ist Tine, das bronzene Fischermädchen auf dem Marktbrunnen (1902). Das alte Rathaus entstand 1601, die klassizistische Marienkirche wurde 1829-33 erbaut. Im Schloss (1577-82) arbeitete Theodor Storm 1873-80 als Amtsrichter. Eine Storm-Büste (1898) steht im Schlosspark, wo im Frühjahr vier Millionen blühende Krokusse beweisen, dass Husum so grau nun doch nicht ist.

Itzehoe

Friedrich Schiller lag falsch, als er in „Wallensteins Lager" den Namen der Stadt auf „Mußjö" reimte. „ Itzehoh", wie es in korrekter Aussprache heißt, gehört zu den ältesten Orten des Landes. Bereits im 9. Jh. stand eine karolingische Burg an der Stör, 1238 erhielt die Siedlung das Stadtrecht. Dass die Kreisstadt heute keine mittelalterlichen Bauten mehr besitzt, haben schwedische Truppen zu verantworten, die den Ort 1657 in Schutt und Asche legten. Die Laurentiuskirche entstand im frühen 18. Jh. das Alte Rathaus wurde 1695 errichtet. Einen Abstecher lohnt Schloss Breitenburg (16./17. Jh.), 4 km östlich.

Lauenburg

Schleswig-Holsteins südlichster Ort hat zwei Gesichter: das Lauenburg des 20. Jh. auf dem Geestrücken (Oberstadt) und die historische Altstadt am Elbufer (Unterstadt). Kern der Altstadt ist die 1227 errichtete, später veränderte Maria-Magdalenenkirche. Von dem 1616 abgebrannten Residenzschloss der Herzöge von Sachsen-Lauenburg blieben der Schlossturm (1477 vollendet) und ein Flügel. Fachwerkhäuser aus dem 16./17. Jh. säumen die Elbstraße. Das älteste trägt die Hausnummer 49: Man datiert es auf das Jahr 1573. die Inschrift „1513" ist falsch.

Meldorf

Bevor die Dithmarscher im 15. Jh. Heide zur Hauptstadt ihrer Bauernrepublik machten, tagten sie in Meldorf. Um 1250-1300 entstand jene mächtige Kirche, die, obwohl nie Bischofssitz, vollmundig „Dom der Dithmarscher" genannt wird. Das 1869-82 im neugotischen Stil äußerlich veränderte Gotteshaus lohnt ebenso einen Besuch wie das Dithmarscher Landesmuseum.

Neumünster

Die viertgrößte Stadt des Landes verdankt ihren Namen einem Kloster (Novum Monasterium), das im Jahr 1130 vom Apostel Vicelin gegründet und im 14. Jh. nach Bordesholm verlegt wurde. Bedeutende Kunstdenkmäler hat das Handels- sind Industriezentrum nicht zu bieten. Einziges Bauwerk von Rang ist die 1828-34 errichtete klassizistische Vicelinkirche.

Neustadt

Ursprünglich sollte der 1244 von Graf Adolf IV. gegründete Hafenort mit Lübeck konkurrieren, was bekanntlich misslang. Nicht zuletzt wegen der häufigen Brände, die Neustadts Wachstum immer wieder bremsten. Erhalten blieben das Kremper Tor (Unterbau aus dem 13. Jh.), die Stadtkirche (13./14. Jh.) und das 1344 gegründete Heiligen-Geist-Spital. Mit den Nachbarorten Pelzerhaken und Rettin bildet Neustadt eine Bädergemeinschaft.

Norderstedt

Der „Speckgürtel", wie die Hamburger ihr unmittelbares Umland mit hoher Pendlerquote und Gewerbedichte nennen, ist nördlich der Hansestadt besonders dick. Dort schlossen sich 1970 vier Gemeinden zur Kommune Norderstedt zusammen, der nach Einwohnern fünftgrößten Stadt des Landes. 14000 Norderstedter arbeiten in Hamburg, weitaus weniger Beschäftigte pendeln in umgekehrter Richtung.

Pinneberg

In Hamburgs nordwestlicher Nachbarstadt wird der bevölkerungsreichste Kreis des Landes Schleswig-Holsteins verwaltet. Die Vorgänger der heutigen Landräte residierten als Statthalter der dänischen (von 1867 an der preußischen) Krone in der Drostei (1765-67). Architekt des Rokokobaus war Ernst Georg Sonnin, der auch die Hamburger Michaeliskirche entwarf. Im benachbarten Rellingen ist die Kirche sehenswert, ein spätbarocker achteckiger Zentralbau (1754-56).

Reinbek

Der Ortsname geht auf ein im 13. Jh. am Grenzbach („Rainbek") zwischen Stormarn und Lauenburg angesiedeltes Kloster zurück. Am Mühlenteich, dem späteren Standort des Klosters, wurde 1572-76 Schloss Reinbek im Stil der niederländischen Renaissance errichtet. Die dreiflügelige Anlage dient heute als Kultur- und Kommunikationszentrum. Im nahen Sachsenwald liegt Gut Friedrichsruh, der Alterssitz Otto von Bismarcks.

Rendsburg

Verkehrsgünstiger kann ein Ort kaum liegen, mitten im Land, an Eider und Nord-Ostsee-Kanal. einer Eisenbahn- Hauptstrecke und dem Schnittpunkt zweier Autobahnen. Und einen Flugplatz hat Rendsburg auch. Im Mittelalter wuchs bei der auf einer Liderinsel gelegenen Reinholdsburg eine Siedlung heran, die Mitte des 13. Jh. Stadtrechte erhielt. Im 16.117. Jh. wurde Rendsburg zur (nach Kopenhagen) stärksten Festung Dänemarks ausgebaut. Das 1691 südlich der Altstadt angelegte Neuwerk mit dem Paradeplatz, auf den die Straßen strahlenförmig zuführen, prägt noch heute das Stadtbild. Sehenswerte Gebäude sind die Marienkirche (13. Jh.). die Christkirche (1694-1700), das Alte Rathaus (16. Jh.) und das Haus Zum Landsknecht (1541). Die Eisenhahnhochbrücke, Rendsburgs Wahrzeichen. Entstand 1911-13.

St. Peter-Ording

Das Nordseeheil- und Schwefelbad (seit 1958) im Westen der Halbinsel Eiderstedt besitzt, Rarität an der Nordseeküste, etwa 350 ha Wald. Außergewöhnlich sind auch die Pfahlbauten am 12 km langen Sandstrand, in denen u. a. Gaststätten untergebracht sind. Die Kirche St. Peter stammt im Kern aus dem 13. Jh. Sehenswerte Kirchen stehen auch in Tating (13. Jh.) und Garding (12/13. Jh.); einer der fotogensten Leuchttürme steht 9 km nördlich bei Westerhever im Naturschutzgebiet Tumblower Bacht.





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